Stadtsportbund Rostock e.V. - Dachverband der Rostocker Sportvereine
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Brief an den Innenminister

21.11.06
Innenministerium
Mecklenburg-Vorpommern

19048 Schwerin



20.11.2006


Sportförderung in der Hansestadt Rostock


Sehr geehrter Herr Innenminister,

am 01. November wurde die Haushaltssatzung der Hansestadt Rostock für das Jahr 2006 veröffentlicht. Gleichzeitig trat eine Haushaltssperre in Kraft, d.h. alle noch ausstehenden Zuschüsse für ?freiwilligen Leistungen? sind gefährdet bzw. sollen nicht mehr ausgezahlt werden.

Das Präsidium des Stadtsportbundes und die z.Z. 173 Rostocker Sportvereine sind darüber empört und können diese drastischen und sehr kurzfristigen Maßnahmen nicht begreifen. Die von der Bürgerschaft langfristig beschlossene Kürzung der direkten Sportfördermittel (10% für 2006) schmerzen den Rostocker Sport sehr, weitere Streichungen bedrohen einige Vereine existenziell und gefährden damit den sozialen Frieden in unserer Stadt. Konkret geht es dabei um etwa 240.000,-?, wobei der Hauptanteil auf die Bezuschussung der vertraglich gebundenen ehrenamtlich tätigen Übungsleiter entfällt.

Das Präsidium des Stadtsportbundes Rostock hat am 15.11.2006 dem Oberbürgermeister einen Offenen Brief übergeben (siehe Anlage), in dem wir die gesellschaftliche Rolle des Sports, besonders die Wichtigkeit der ehrenamtlich tätigen Übungsleiter für den Kinder- und Jugendsport begründet haben. Wir hoffen und erwarten, dass der Oberbürgermeister und die Bürgerschaft zu konstruktiven Entscheidungen kommen, damit das ehrenamtliche Engagement der Übungsleiter erhalten bleibt.





Damit eng verbunden sind auch die Planungen für das Jahr 2007. Bisher gibt es keine endgültigen Aussagen zur Sportförderung des nächsten Jahres, so dass die Vereinsvorstände keine Planungssicherheit für 2007 haben. Dies verunsichert vor allem die Sportvereine, die im regelmäßigen Wettkampfbetrieb stehen, Leistungssport betreiben oder Sportarten anbieten, die besonders materialintensiv sind.

Wie geht es in Rostock weiter?
In diesen Tagen ist nicht zu erkennen, wann welche Entscheidungen getroffen werden. Welchen Spielraum haben der Oberbürgermeister und die Bürgerschaft überhaupt? Wie verbindlich sind die Anordnungen der Landesregierung?
Diese Fragen bewegen den Rostocker Sport sehr, wohl wissend, dass am 15. Dezember Kassenschluss ist und dann gar nichts mehr geht!

Sehr geehrter Herr Innenminister,
32.000 Rostocker Vereinssportler bitten Sie sich dafür einzusetzen, dass die z.Z. diskutierten Streichungen von Sportfördermitteln für 2006 nicht vollzogen werden und die Sportvereine für 2007 eine angemessene Sportförderung erhalten. Dabei bauen wir auf die Aussagen im Koalitionsvertrag der Partner der Landesregierung, dass ?die Planungssicherheit für Vereine und Verbände auf hohem Niveau gesichert werden soll?.

Mit freundlichen Grüßen



Herbert Pankau
Präsident

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